Athanasius Werke | Arbeitsstelle Erlangen

Dok. 12

Dok. 12: Fragmente eines Briefes (?) des Athanasius von Anazarba

Text

1 … provisor, omnium iudex et despensator, deus qui omnia creavit et construxit, qui fecit omnia ex nihilo.

2 Iterum idem ipse Athanasius antiquorum profert memoriam ac Dionisi episcopi, ut ostendat ante esse patrem quam filius generaretur, dicens:

Ita pater quidem pater et non filius, non quia factus est, sed quia est, non ex aliquo, sed in se permanens; filius autem et non pater, non quia erat, sed quia factus est, non de se, sed ex eo qui eum fecit filii dignitatem sortitus est.

3 Deinde ipse Athanasius:

Non enim se erigit filius contra patrem neque putat parem esse cum deo, cedit autem patri suo et fatetur docens omnes quia pater maior, autem non vastitate neque magnitudine, quae quidem corporum propria sunt, sed perpetuitate et innarrabili eius paterna ac generandi virtute, et quia ipse quidem sempiternus est et in se plenitudinem habens et a nullo vitam habens.

Übersetzung

1 … Gott, der Lenker, Richter und Verwalter von allem, der alles erschaffen und errichtet, der alles aus nichts geschaffen hat.

2 Dann wiederum erinnert derselbe Athanasius an die Alten und an den Bischof Dionys, um zu zeigen, daß der Vater war, bevor der Sohn gezeugt wurde, nämlich:

So ist der Vater also Vater und nicht Sohn, nicht weil er gemacht ist, sondern weil er existiert; er ist nicht aus einem anderen, sondern bleibt immer in sich; der Sohn aber ist nicht Vater, nicht weil er (schon) war, sondern weil er gemacht worden ist; nicht aus sich heraus, sondern aus jenem, der ihn gemacht hat, erhielt er die Sohneswürde.

3 Hierauf derselbe Athanasius:

Der Sohn erhebt sich nämlich nicht gegen den Vater, auch meint er nicht, Gott gleich zu sein, vielmehr tritt er hinter seinem Vater zurück und bekennt und lehrt alle, daß der Vater größer sei, aber nicht dem Umfang oder den Ausmaßen nach, was doch Eigenschaften von Körpern sind, sondern nach der Ewigkeit und seiner un- aussprechlichen väterlichen und zeugenden Kraft, und weil er ja selbst ewig ist und Fülle in sich selbst hat und von niemandem das Leben bekommen hat.

Zuletzt geändert: 2015-04-07 Di 18:07 von annette.von.stockhausen@fau.de

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